Geschichte/Recherche

Unsere Recherche über die Entstehung der Schönhauser Allee 69:

Die erste Telefonbucheintragung für die Schönhauser allee 69, damals noch mit Berufen der Bewohner verzeichnet, findet sich 1877.

Seitdem lassen sich die Hausbewohner der Schönhauser Allee 69 im Telefonbuch nachverfolgen (mit Unterbrechungen in Kriegsjahren).

1950, 1957 und 1961 lassen sich Läden finden, die in den beiden Gewerberäumen im Vorderhaus der Schönhauser Allee 69 waren: Ein Radioladen, eine Kohlehandlung und ein Industriewarenladen. Aus Erzählungen wissen wir, das es hier auch mal einen Milchladen gab.

Der erste Lederladen, ein Vorläfer des Ledertaschenladens „Mule Katule“ den es bis 2019 in der Schönhauser Allee 69 gab, findet sich 1960 im Archiv. Auch von 1964 und 1988 haben wir Einträge gefunden:

Hier ein Eintrag im Telefonbuch von 1972: Baums haben wir noch kennengelernt – Kurt Baum (Journalist) starb vor mehreren Jahen, Frau Baum zog nach der Modernisierungsankündigung in der Schönhauser Allee ins Seniorenheim. Sie erinnert sich noch an eine Zeit, in der Dienstmädchen in der Schönhauser Allee 69 ein und aus gingen.

Aus dem Buch „Kunst im Korridor – Private Galerien in der DDR“ von Yvonne Fiedler stammt folgender Text über die Kunst-Nutzung des Hinterhauses der Schönhauser Allee 69 in der DDR. Unser Hinterhaus, das in der Zeit nach 2002 dann zum „Atelierhaus im Hinterhaus“ wurde, wurde von den neuen Investoren in Schönhauser Allee 69 jäh entmietet. Alle Künstler mit Gewerberum-Mietverträgen bekamen 2016 eine Kündigung ihrer Atelierräume. Seitdem stehen sämtliche ehemalige Ateliers leer.

1988 findet sich ein Eintag für einen Konsum im Telefonbuch, 1991 für einen Kleinmarkt:

Bis vor kurzen gab es nun den Mule-Katule Ledertaschenladen – der (unfreiwillig wegen utopischer Mieterhöhung) einem Handyladen weichen mußte. Und es gibt noch „Diavolina“, einen Modeladen, der die zweite Gewerbeinheit im Vorderhaus der Schönhauser Allee 69 beherbergt.

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